Verschiedene Modellrechnungen zeigen, dass es durch den Klimawandel bei uns noch deutlich heisser wird. Auch der Wasserhaushalt wird sich verändern: Trockenperioden werden häufiger und länger und schwere Unwetter mit Starkregen nehmen zu. Dies setzt den Menschen und der Vegetation in der Stadt zu. Die meisten Städte in Mitteleuropa wurden nicht für diese Klimaveränderungen gebaut. Ansprüche auf Passantenlage und im Untergeschoss rücken in den Fokus.
Die Stadt Baden fördert das Prinzip der Schwammstadt, wonach Regenwasser gespeichert, anstatt abgeleitet wird. Ziel ist es, die Lebensqualität der Bevölkerung auch insbesondere an Hitzetagen zu erhöhen und den Folgen des Klimawandels entgegenzuwirken.
Städtische Räume müssen dringend umgestaltet werden, um den globalen urbanen Herausforderungen zu begegnen, die mit dem Klimawandel und der Umweltbeeinträchtigung einhergehen.
Wo möglich wird in grossen Städten entsiegelt. Bild: Rue Saint-Lazare (links) und Rue de la Monnaie in Paris.
Die Kanalisation ist bei Starkregen überfordert. Das Zauberwort heisst «Schwammstadt». Die Wasserbetriebe sprechen von einem Paradigmenwechsel: Regen soll in Zukunft dort gespeichert werden, wo das Wasser versickert oder verdunsten kann. Denn jeder Tropfen, der abfliesst, sei ein verlorener. Werden Strassen oder Plätze saniert, wird dieses Schwamm-Element künftig mitgedacht – vor allem in der Innenstadt. Zudem lässt die Umweltverwaltung prüfen, welche bislang noch zubetonierten oder anders versiegelten Flächen wieder entsiegelt werden können, um Wasser zu speichern.
Das offenene Areal Westfeld im Iselin Quartier in Basel hat viel zu bieten: Zu den Wohnungen und Büros gesellen sich zahlreiche Gastro-, Freizeit- und Quartierangebote für Jung und Alt und alle dazwischen.
Auf der Dachbegrünung des Jakob Burckhardt-Hauses wurden erfolgreich verschiedene einheimische Orchideen angesiedelt. Die Fläche wird nicht bewässert oder zusätzlich gedüngt, die Pflanzen zeigen eine hohe Resilienz, solange man sie dort ungestört gedeihen lässt. Der Verein Ökostadt organisiert Führungen auf die Dachanlage.
Autos prägen das Bild, am Strassenrand wird Stossstange an Stosstange geparkt. Für Velofahrer, Velo mit Anhänger, Cargo-Bikes werden kaum Lücken zum Erreichen des Trottoirs geboten. Der gegenwärtige Ausbau des Fernwärmenetzes und die aufgerissenen Gräben stacheln geradezu an, über eine Umsortierung des Strassenraums nachzudenken.
Warum neben Bürotürme nicht auch einen Autoturm bauen? Montage VELOP.CH(mehr …)