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Gellertsee

Das Lehenmatt-Quartier mit seinen markanten Hochhäusern grenzt an einer Seite an die Birs und stösst auf der anderen Seite an die N2 und das Gellertplateau, wo im Schwarzpark die Hirsche grasen. Hier befindet sich eine der schönsten Naturwiesen innerhalb der Stadt, eine Trockenwiese von nationaler Bedeutung, die nicht durch eingebrachte Arten verfälscht worden ist, gibt der WWF dem etwas eingekesselt wirkenden Quartier zum Trost mit.

Wo fliesst es auch noch zu schnell?

Das Einzugsgebiet ist relativ bescheiden, die Wiese entspringt dem Feldberg, dem höchsten Berg des Schwarzwalds. Und doch: Bei einem der letzten Zuflüss auf schweizer Boden in den Rhein, mit dem prophetischen Namen «Wiese», tritt das Wasser tritt bei Starkregen regelmässig über die Ufer.

Idee: See beim Wiesekanal

Im 19. Jahrhundert wurde der ehemalige Wildfluss systematisch ausgebaut, kanalisiert und in ein künstliches Flussbeet gezwängt. Die damals im unteren Wiesental noch boomende Textilindustrie benötigte das Wasser des Flusses zur Energiegewinnung und die Auenflächen für den Bau von Fabriken und Arbeiterwohnungen. Der kanalisierte Fluss führt zwar die Hochwässer schneller ab, kann aber enorme Hochwässer, wie das Februarhochwasser von 1999 nicht verhindern.

Geplant ist die Revitalisierung der Wiese. Siehe auch Mitwelt Stiftung Oberrhein oder Absicheten der Kantons Aargau oder des Bundesamt für Umwelt BAFU.