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Bei Starkregen Verkehrsbauten für Wasserwirtschaft nutzbar machen?

Barcelona oder Tokyo haben unterirdisch sehr grosse Speicher angelegt, um Oberflächenwasser bei Starkregen abzuleiten und dort zu speichern. Diese Speicher dienen dem Hochwasserschutz. Ob diese Speicher auch für Trockenheit auch zur Wasserwirtschaft genutzt werden, ist nicht bekannt.

Flutwasserspeicher

Da das tief liegende Tokyo während der Regen- und Taifunzeit überschwemmungsgefährdet ist, haben die Behörden die weltgrößte unterirdische Hochwasserableitung bauen lassen, um mögliche Schäden zu mindern.

Das Sammelbecken, das bei Überschwemmungsgefahr im Raum Tokyo Wasser aus den tieferliegenden Flüssen aufnimmt, leitet Wasser in andere, höher gelegene Flüsse ab. Etwa siebenmal im Jahr leitet es Wasser aus starken Regengüssen ab und verhindert so, dass sich die Straßen des Niederschlagsgebiets und der städtischen Gebiete in reißende Flüsse verwandeln.

Präfektur Saitama, nördlich von Tokyo. Quelle: die-welt-ist-das-ziel.de | japan.travel

Hintergrund

https://www.vbs.admin.ch/de/aktionsplan-wasser
http://www.geography.unibe.ch (Institute of Geography)
http://mobiliarlab.unibe.ch (Mobiliar Lab for Natural Risks)
http://www.oeschger.unibe.ch (Oeschger Centre for Climate Change Research)


SNF-Sinergia Projekt

Mesopotamien verdankte seinen Reichtum seinen fruchtbaren Böden, die nur mithilfe eines komplexen Bewässerungssystems genutzt werden konnten. Flüsse und Kanäle spielten daher eine entscheidende Rolle, da sich ihre Verläufe im Laufe der Jahrtausende mehrfach erheblich veränderten.

Das ab Februar 2024 laufende SNSF-Sinergia-Projekt «Hydrography of Mesopotamia» (HyMes) hat zum Ziel, archäologische, geologische und textliche Belege aus dem 4. bis 1. Jahrtausend v. Chr. zusammenzutragen und das Flusssystem Südmesopotamiens für die einzelnen Kulturperioden zu kartieren. Neben archäologischen Daten werden Satellitenbilder ausgewertet und mit Keilschriftquellen verglichen.

Digitale Modelle werden dabei helfen, die Wassermengen zu berechnen und daraus die Größe der landwirtschaftlichen Flächen abzuleiten, die damit bewirtschaftet werden könnten; zudem wird das Projekt modellbasierte Erkenntnisse über die Wechselwirkungen zwischen Wasserwirtschaft und der Entwicklung der frühesten Zivilisation liefern. Quelle: https://hymes.ch/

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