Jetzt mobilisieren – in die richtige Richtung.

‚Die Verkehrswende beginnt im Kopf‘ von Hermann Knoflacher, TU Wien.
  • Zu Essen bekommen 2.0

    «Das Projekt senkt den Binnenverkehr im Gundeldingen- und Bruderholzquartier, beschäftigt benachteiligte ArbeitnehmerInnen und Arbeitslose, verbessert die Lebensqualität der Quartierbevölkerung, hilft Energie sparen und schützt die Umwelt», schreiben die Initiaten von brinx 2010.

    Über Ideale reden war gestern, heute in der verkehrberuhigten Innenstadt füllen 2-Räder ganz natürlich eine Nische. Mit einer gut sichtbaren Box auf den Buckel geschnallt und einer Bestell-Apps, die sich jeder auf sein Handy laden kann, starten internationale Anbieter durch: «Lasse dir dein Lieblingsessen von einem Restaurant in Basel mit Uber Eats direkt an deine Haustür liefern. Ganz gleich, ob du Frühstück, Mittagessen, Abendessen oder einen Snack bestellen möchtest – Uber Eats macht es dir leicht, neue und nahegelegene Restaurants in Basel zu entdecken. Durchstöbere jede Menge Optionen für Essenslieferungen, gib deine Bestellung auf und verfolge sie minutengenau» verspricht Uber Eats auf seiner Homepage.

    Nimmt man die zunehmende Zahl Uber Eats Boxen als Massstab, dann scheint das Geschäftsmodell zu funktionieren.

    EAT punktet damit, schnell und emissionsfrei mit dem Velo zu liefern.

    Selbst die Behörden lassen die Dienstleister machen, kaum jemand scheint gegen die Angebote etwas einzuwenden, liberale Stimmen zuletzt. Anbieter hingegen wie VELOGOURMET.CH, welcher seinen Velokurieren einen Mindestlohn bezahlt oder die Beizer, welche an Toplagen Lokalmieten zu stemmen haben, sehen die Felle davon schwimmen. Das im Blick zu behalten wäre bei einer Bestellung bei Uber Eats nicht falsch.

    (mehr …)