Bei AVIS, Eurocar oder Hertz ein Auto mieten war gestern. Heute rollen innovativere Sharing-Konzepte an. Mit den smarten Angeboten – für die einen das Sahnehäubchen und für die andere der Anfang vom Ende – scheint eine neue Zeitrechnung angebrochen zu sein.
Energieversorger fahren vorne mit
Ob pendeln, einkaufen oder einfach so zum Spass: Pick-e-Bike ist dein Sharingsystem für E-Bikes und E-Scooter in der Region Basel verspricht Pick-e-Bike, eine Initiative der BLT (ÖV Nordwestschweiz), EBM (Baselbieter Energieversorger) und der Basler Kantonalbank. Kannibalisiert sich die BLT selbst, wenn die Fahrgäste damit auf das Tram verzichten? fragt sich Benjamin Wieland von der BZ. Es wird sich zeigen. Gemeinsam ist den Sharing-Angeboten die IT-Technologie zur Auswertung der Benutzerdaten. Damit sollen Verbesserungen beim Serviceangebot möglich werden. Die Flotte ist elektrisch, stadtgerecht oder kurz smart.
Mit grosser Freude erhalten Velopendler im Januar 2026 vom Amt für Mobilität ein neues Velokonzept vorgelegt. Es enthält im Gegensatz zum letzten Update von 2017 nicht nur einen Plan mit Legende (siehe Grafik unten), sondern eine in 7 Kapiteln strukturierte Absichtserklärung. Die bisher sogenannt nachgeplante Veloinfrastruktur von Grossprojekten kommt jetzt zumindest auf dem Papier selbst als Grossprojekt daher. Das ist sehr zu begrüssen.
Archivaufnahme am Centralbahnplatz in Basel um 1995. Bild: VELOP.CH
Das Bus- und Schnellbahnsystem in Curitiba gilt weithin als eines der effizientesten und innovativsten öffentlichen Verkehrssysteme der Welt. Das in den 1970er Jahren entwickelte System wurde im Laufe der Jahre mehrfach umfassend erweitert und modernisiert, um mit dem Bevölkerungswachstum der Stadt und den sich wandelnden Verkehrsbedürfnissen Schritt zu halten.
2011 feiert Velotaxi Basel sein 1-jähriges Bestehen im Sriveda Restaurant. Die Interessierten erhalten einen Einblick in den Betrieb.
Das Velo gibt es als wertvolles Sammlerobjekt, als ultraleichtes Sportgerät oder zum Unterstreichen eines bestimmten Lebensgefühls. Für die meisten ist es aber das praktische Fortbewegungsmittel, um von A nach B zu gelangen. Und damit sind wir schon mitten im Thema, dem Taxi-Kleinstbetrieb. Dem ist der heutige Abend gewidmet. Davon erzählt der poetische indische Film ‚Amal‚ von Richie Mehta, 2007, 101 Min.
Unter einer Rikscha stellen sich die meisten Menschen das abenteuerliche Fortbewegungsmittel in Delhi oder Shanghai vor. Das Angebot bietet dort eine unverzichtbare Alternative zum eigenen Auto oder öffentliche Verkehrsmittel, die in den vollen Strassen kaum pünklich ans Ziel kommen. Rikschas sind offen gebaut, sie lassen den Fahrgast an der Atmosphäre der Strasse teilhaben. Wer in der Rikscha sitzt, bewegt sich so gesehen inmitten einer grossen Dorfgemeinschaft. Was für ein Kontrast zum hermetischen Abwickeln von Verkehr, wie wir ihn in unseren Breitengraden kennen. Die Frage ist, ob sich Rikschas auch hier durchsetzen würden, wenn man sie auf unseren Strassen fahren lässt.
In Zukunft werden Quartiere und Strassenraum nach dem Schwammstadt-Konzept geplant oder bestehende Hitzeinseln danach umgebaut. Dazu werden zahlreiche Parkplätze aufgehoben und Asphalt entsiegelt, was nur im guten Einvernehmen mit der Bevölkerung umsetzbar ist. Das Ziel der Initiative «Schwammauto» ist es, die dringenden Klimaziele poetisch in Erinnerung zu rufen.
Ausgerechnet Stadtraum an Schnellstrassen, Autobahnen grenzend oder vom Transitverkehr zerschnitten weist Defizite bei der Begrünung und der Veloinfrastruktur auf. Auch wenn die Stadtreparatur ganz oben auf der politischen Agenda steht, können lärmbetroffene Quartiere mit ihren Forderungen nicht durchdringen. Sie haben die Autoprivilegien schätzen gelernt und kennen nichts anderes.
«Das Projekt senkt den Binnenverkehr im Gundeldingen- und Bruderholzquartier, beschäftigt benachteiligte ArbeitnehmerInnen und Arbeitslose, verbessert die Lebensqualität der Quartierbevölkerung, hilft Energie sparen und schützt die Umwelt», schreiben die Initiaten von brinx 2010.
Über Ideale reden war gestern, heute in der verkehrberuhigten Innenstadt füllen 2-Räder ganz natürlich eine Nische. Mit einer gut sichtbaren Box auf den Buckel geschnallt und einer Bestell-Apps, die sich jeder auf sein Handy laden kann, starten internationale Anbieter durch: «Lasse dir dein Lieblingsessen von einem Restaurant in Basel mit Uber Eats direkt an deine Haustür liefern. Ganz gleich, ob du Frühstück, Mittagessen, Abendessen oder einen Snack bestellen möchtest – Uber Eats macht es dir leicht, neue und nahegelegene Restaurants in Basel zu entdecken. Durchstöbere jede Menge Optionen für Essenslieferungen, gib deine Bestellung auf und verfolge sie minutengenau» verspricht Uber Eats auf seiner Homepage.
Nimmt man die zunehmende Zahl Uber Eats Boxen als Massstab, dann scheint das Geschäftsmodell zu funktionieren.
EAT punktet damit, schnell und emissionsfrei mit dem Velo zu liefern.
Selbst die Behörden lassen die Dienstleister machen, kaum jemand scheint gegen die Angebote etwas einzuwenden, liberale Stimmen zuletzt. Anbieter hingegen wie VELOGOURMET.CH, welcher seinen Velokurieren einen Mindestlohn bezahlt oder die Beizer, welche an Toplagen Lokalmieten zu stemmen haben, sehen die Felle davon schwimmen. Das im Blick zu behalten wäre bei einer Bestellung bei Uber Eats nicht falsch.